Finnissage am 15 September 2017 ab 18:00 Galerie Schönwert in Sülz – Gustavstr 10


Rede Malte Sonnenfeld zur Vernissage 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kollegen,sehr geehrte Frau Weidmann, liebe Gäste
es ist ein spannender Moment, wenn Kunstwerke den Ort ihrer Entstehung verlassen. Oft entfalten sie ein überraschendes Eigenleben, sobald sie vom Atelier des Künstlers an ihren neuen „Wirkungsort“ gebracht worden sind. Sie erobern sich unaufdringlich und zugleich unaufhaltsam ihren Raum, zuweilen in einer Weise, wie sie selbst den Künstlern nicht vorgeschwebt hat.
So könnte ich wohl meine Rede wohl beginnen, weiter fortfahren und in dem Text, den eigentlich der ehemalige Bundespräsident Thierse verfasst hat, den Namen des Künstlers durch die beiden Namen der heutigen anwesenden Künstler austauschen und niemand von Ihnen würde es merken.
Ist die Kunst so beliebig? Um Gottes Willen, Nein! Zumindest nicht die ausgezeichnete Kunst der beiden heutigen Aussteller. Nein, ich sag Ihnen woran es liegt. Das Publikum braucht Informationen! Mehr denn je. Es reicht nicht mehr das Kunstwerk allein und den Text daneben zu lesen. Der Betrachter braucht Infos aus erster Hand. Hypertext! Verlinkt!
Scheinbar erwartet man (heute?) in der Kunst einen Zauberer, einen Schamanen (so wie Beuys, der gerne einer gewesen wäre) einen Houdini der Kunst, der sowohl in technischer Fertigkeit, als auch in allgemein verständlicher Aussage, aber bitte nicht zu plumper, uns alle einen Weg weist…einen Weg aus unsäglichen Silvesternächten, aus der nächsten Steuermahnung, aus der Sorge um die eigenen Kinder oder den eigenen Körper und uns in ein artizielles Nirwana führt, das über uns thront wie das Deckenfresko von Barbara von Nikomedien in Sankt Ulrich.

Stattdessen kommen Caspar Reuter und Andre Böxkes und setzen dem Publikum noch mehr verschlüsselte Kunst vor die Nase. Nun, liebes Publikum, seien Sie froh, geniessen Sie doch einfach mal, daß sich solche Kunst vor Ihrem Auge präsentiert. Denn das was sie hier sehen ist, ist mit Verlaub, die zeitgenössische rheinische Kunstszene, zu der ich mich ebenfalls zähle, wie sie besser und vielfältiger nicht sein könnte. Caspar und Böxkes sprechen zu ihnen mit Ihren Werken und Ihrer Kunst als zwei hervorragende Repräsentanten unserer Szene.

Eine Kunst, die Kraft hat, zuweilen zornig ist, leidenschaftlich, heiter, geheimnisvoll, bedrohlich, hoffend und sich der Welt durch die eigene Sicht, durch die unverwechselbare Originalität entgegenstellt.

An dieser Stelle ein herzliches Danke-Schön auch an das Unternehmen Schönwert, geführt durch Cornelia Weidmann, das sie neben Immobilien auch Kunst anbieten. Neben den Werken der beiden ausstellenden Künstler André Böxkes und Caspar Reuter bietet Schönwert auch Kunst von Beuys, Dieter Roth, Meese und Sigmar Polke an. Vielen Dank und alles Gute zur Eröffnung.
Oft wird man auf Ausstellungen und Vernissagen gebeten, etwas zu seinen Bildern, seinen Skulpturen zu sagen. Sozusagen einen Verständnisschlüssel abzuliefern und das ohne bereits ein einziges Bild verkauft worden ist. 

Meine Damen und Herren, ich kann Ihnen – ja fast pauschal – versichern: Jeder Künstler, also auch die beiden anwesenden, sind davon angetan, wenn ihre Kunstwerke interpretiert werden. Da spielt es keine Rolle, ob man Cross-Medial arbeitet, Neo-Pop Art oder expressive Abstraktion malt oder Skulpturen herstellt. Interpretieren Sie also ruhig die Kunstwerke, die Sie hier sehen.

Und wenn Sie nicht wissen, was Sie von diesem oder jenem Werk zu halten haben, dürfen Sie auch ruhig die anwesenden Künstler fragen… Zum Beispiel nach dem Preis des Werkes. 

Aber der „Mehr-Wert“ des Kunstwerkes kommt durch IHRE Sichtweise und IHRE Interpretation zustande, nicht durch den Pinselschwung des Künstlers und auch nicht durch schwammige Vernissagereden. Kunstexperten neigen ja bekanntlich dazu, weniger über die Kunst im Raum zu reden, als über Malerei an und für sich, das Weltentheater, das Göttliche oder auch die Unendlichkeit. Fein aus dem Schneider ist, wer rechtzeitig zur Toilette entfliehen kann. Galerien ohne Toilette sind höchst riskant, heißt es ja.

Daher sind Fragen, meine Damen und Herren, unsere einzige Rettung, nicht Antworten! Wenn wir uns von der angeborenen Hybris lösen könnten, dass die menschliche Rasse das Ende der Evolution ist, die menschliche Rasse würde ewig überdauern; wenn wir von dieser Sicht auch nur einen Schritt zurücktreten, dann würden wir einen Großteil der unterschwelligen Angst verlieren und manche Probleme fänden vielleicht eine schnelle, eine bessere Lösung. Und wir könnten uns endlich auf das konzentrieren was wirklich wichtig ist: Kunst! Danke schön!

Vernissage Galerie Schönwert Gustavstr. 10 Köln/Sülz 4 August 2017 ab 18:00 Uhr

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In der Galerie „Schönwert“ treffen vom 4. August bis 15. September Medienkunst und Plastiken aufeinander. Die Galerie präsentiert Arbeiten von André Böxkes und Caspar Reuter.

Beide Künstler verbindet die Freude am Experiment. Originalität, Individualität, Freiheit, Unabhängigkeit, Wahrhaftigkeit.

Kunst ist frei und denkt quer!

Lassen wir uns ein auf das Dekorative, das Schöne, aber auch auf das Verstörende.
Der Künstler André Böxkes erschafft mit Leidenschaft immer wieder neue Ausdrucksformen. Auf der Basis von Fotografien entstehen in einem langen, individuellen Prozess, Werke, die verschiedenste Spannungsebenen und Medien miteinander verbinden und sich in einem ausdrucksvollen Gesamtbild manifestieren. Veränderung und Dynamik kennzeichnen all seine Werke. Sie wirken geheimnisvoll aufgeladen, mitunter bedrohlich und doch sehr verletzlich.

 

Die plastischen Werke der beschwingten Serie Caspar Reuters basieren auf Experimenten, die Leinwand des Malers dreidimensional werden zu lassen. Abstrakte Malerei löst sich aus ihrem Rahmen, überwindet ihre Begrenzungen und scheint sich zu verflüssigen. Als Momentaufnahme einer fortwährenden Bewegung wirkt sie plastisch in den Raum ein. Für Reuters Schaffen eine ungewöhnlich farbige und heitere Werkgruppe.

Burg Art am 15/7/2017 Freu mich auf Euch

Sonder-Aktion auf der Burg Art mit André Böxkes.

Es wird mit dem IPhone ein S/W Foto des Besuchers gemacht. Anschließend über eine App direkt auf Polaroid belichtet und anschließend noch mal mit verschiedenen Eddings übermalt. Es ist ein Unikat für 20,-euro. Direkt zum Mitnehmen..!!!

Desweiteren gibt es Kunstwerke von mir mit Passpartout und Rahmen bis 100,-euro

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Polaroid Painting Aktion zum Tag des Guten Lebens 18 Juni Deutz


http://deutz.tagdesgutenlebens.de/events/show/event/865
Details der Aktion

André Böxkes: Live Polaroid Portrait Painting

Deutzer Freiheit 107

Es wird mit dem IPhone ein S/W Foto des Besuchers gemacht. Anschließend über eine App direkt auf Polaroid belichtet und anschließend noch mal mit verschiedenen Eddings übermalt. Es ist ein Unikat / auf Spendenbasis

Mehr unter http://www.b-common.de

10 in der 14 – 15/6/2017 – 20/07/2017 galerie eyegenart – köln rothehausstr 14

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Galerie Eyegenart präsentiert „10 in der 14“
Von der Bildhauerei über Malerei und Fotografie bis hin zur Videokunst; in der
Galerie „Eyegenart“ treffen vom 15. Juni bis 20. Juli Künste aufeinander. Analoges
begegnet Digitalem, Knallbunt kollidiert mit Schwarz/Weiß, ruhige Natur empfängt
hektisches Großstadtleben. Die Vielfalt selbst ist bei dieser Gruppenausstellung das
Thema. Künstlerisch begegnet sie der aktuell grassierenden Gier der Gesellschaft
nach kultureller Einfalt.
Zur Vernissage am 15. Juni liest Autor Labs Kowalski „Rasantes, Frappantes und
Markantes“. Es darf geweint und gelacht werden und – obacht – das Universum
wechselt die Farbe. Bei der Midisage tritt die Liedermacherin Killin’ Wednesday auf.
André Böxkes, Mitorganisator von „10 in der 14“, porträtiert die anwesenden Gäste
währenddessen live mit Polaroids und schnellen Strichen. Einen schrägen Ausflug in
die Kölner Medien- und Kunstszene verspricht die Finnisage. Am 20. Juli liest Michael
Koslar aus seinem Buch „Lebenslang Geheimtipp“.
In den Genuss der vollen Vielfalt kommen KunstfreundInnen, wenn sie die
Ausstellung mit all ihren Widersprüchen auf sich wirken lassen. So trifft man
Vorleser Labs Kowalski als den Maler Kwalski wieder und mag sich bei interessierten
Assoziationen erwischen. Ähnlich viel Kontrast vermitteln die ausgestellten
Fotokunstwerke. Mediendesigner André Böxkes präsentiert Kollagen aus Malerei,
digitaler Fotografie und Video. Fotograf Marc von Martial bietet dagegen klassischanaloge
Lichtbilder. Fast wie ein Kompromiss erscheinen die geerdet wirkenden
Polaroids von Ina Echternach und Fotokompositionen von Myriam Hofer.
Alle Arbeiten eint eine stark atmosphärische Wirkung. Auch das Thema Porträt und
Figur zieht sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung. Grad in den zart
expressiven Zeichnungen, Radierungen und Mixed Media-Werken der Berliner
Künstlerin Anja Ehrenberg spielt es eine zentrale Rolle. Weniger zart als bunt ist das
Werk von Lucy Albrecht. Die Künstlerin schwelgt farbenfroh zwischen Design und
Kunst, mit Pop-Art-Malerei und bunten Objekten. Malerische Objekte bietet auch
die farbig-flächige Glaskunst von Anne Beikircher. Sie findet ihren Widerpart in den
archaisch anmutenden Skulpturen von Caspar Reuter und den metallenen Plastiken
von Robin Kurka, wie beispielsweise der „Straussenherde“ aus Stahl und Blattgold.
Programm
Vernissage 15/06/2017 ab 18:00
Laabs Kowalski liest „Rasantes, Frappantes und Markantes“
Es wird geweint und gelacht und das Universum wechselt die Farbe.
Midissage 25/06/2017
Killin´ Wednesday – Singer und Songwriter.
Live Polaroid Portrait Painting mit André Böxkes.
Finissage 20/07/2016 ab 18:00
Michael Koslar, Sprecher, Autor, Moderator, liest aus seinem Buch „Lebenslang
Geheimtipp“
Ein schräger Ausflug in Kölns Medien und Kunstwelt

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